"to go" im Verbund?

CDU bringt Pfandsysteme im Tourismus-Verbund ins Gespräch

29.09.2021, 20:48 Uhr | CDU Markdorf | Markdorf
Markdorf am Gehrenberg | Bild: H. Frenzel
Markdorf am Gehrenberg | Bild: H. Frenzel

Das neue Bäckerei-Geschäft im Markdorfer Bahnhof hat es, auch beim Foodtruck vor dem Proma waren sie im Einsatz: wiederverwendbare „to go“-Verpackungen, die über ein Pfandsystem laufen. „Corona hat den „to go“-Boom in unbekannte Dimensionen gejagt und damit einher eine Verpackungsmüllflut, die so manchen Bauhof an die Grenzen bringt“, so die CDU-Vorsitzenden Kerstin Mock (Stadtratsfraktion) und Susanne Schwaderer (Stadtverband). 

 

„Deshalb fänden wir es sinnvoll, in unserer starken Tourismusregion gemeinsam mit unseren Nachbarn Immenstaad, Oberteuringen, Bermatingen und dem Deggenhausertal über ein gemeinsames Pfandsystem nachzudenken.“ So gebe es bereits bundesweit etablierte Pfandsysteme, die eine Behälterrückgabe an tausenden von Ausgabestellen ermöglichten. Zwar würde es sicherlich Kunden geben, die trotz Pfand die stabilen Behälter einfach in den Müll oder eher noch auf Wald und Wiese entsorgen würden oder sich aus Prinzip einer solchen Verpackung verweigerten, dennoch sei man sich sicher, so die CDU-Frauen, dass ein schon deutlicher und vor allem zunehmender Anteil der Bevölkerung positiv auf solche Pfandsysteme reagieren würden. „Niemand findet es toll, wenn unsere Städte und Gemeinden immer mehr vermüllen. Und dabei ist es völlig egal, ob der Müll von durchreisenden Touristen oder Einheimischen hinterlassen wird.“, so Vorstandsmitglied Ulrike Specker, die sich intensiv mit der Thematik befasst. Um ein Zeichen zu setzen, plant die CDU das Thema im Gemeinderat zeitnah auf die Tagesordnung zu setzen und erste Überlegungen von Markdorf Marketing, gemeinsam mit den Gastronomen, in diese Richtung gerne unterstützen.