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25.06.2018, 22:47 Uhr | Schwäbische Zeitung | Brigitte Walters
CDU diskutiert über die Landwirtschaft
Verbraucherschutz und Landwirtschaft im grün-schwarzen Ländle stand im Mittelpunkt des Stadtgesprächs des CDU-Ortsverbandes Markdorf am Freitag. Darüber berichtete aus dem Stuttgarter Landtag Klaus Burger, dort ist der Abgeordnete agrarpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion. Mehr Abgrenzung von der „Grünen“-Landwirtschaftspolitik wünschten sich einige Zuhörer, das Verhältnis zum größeren Koalitionspartner sei zu kuschelig, so ihre kritische Anmerkung.

Das Klaus Burger in einem landwirtschaftlichen Betrieb groß geworden ist, war ihm deutlich anzumerken, bei seinen Informationen wurde sein großes Wissen über die einzelnen Bereiche der Landwirtschaft deutlich. Gleich zu Beginn machte der Abgeordnete deutlich, das die CDU in der augenblicklichen Landesregierung der kleinere Koalitionspartner ist und sich deshalb nicht alle politischen Vorstellungen und Wünsche der CDU umsetzen lassen, sondern Kompromisse eingegangen werden müssen. Landwirtschaft und Verbraucherschutz beißen sich nicht, so die Einschätzung Burgers. Der Verbraucher habe ein Recht aus Qualität bei den Lebensmitteln und die Landwirtschaft liefere gute Lebensmittel.

Allerdings befinden sich die Landwirte in einem Spannungsfeld zur Gesellschaft, so sind sie vom Klimawandel durch Extrem-Wetter stark betroffen, täglich gingen landwirtschaftliche Flächen verloren für Wohnen, Gewerbe und Straßen. Zudem müssen sie mit vielen rechtlichen Vorgaben und Auflagen arbeiten und leiden unter einer unheimlichen Bürokratie, die von ihnen gefordert wird.

Deutlichere Abgrenzung von den Grünen

Die Landwirtschaft sei nur zukunftsfähig mit einem guten Tier- und Umweltschutz und mit einer nachhaltigen Bewirtschaftung der Flächen. Die CDU-Landtagsfraktion setze sich dafür ein, Gewässerrandstreifen als Ausgleichsfläche anerkannt werden. Ferner solle eine stärkere Vermarktung der regionalen Produkte gefördert werden. Die geplanten Aquakulturen für Felchen im Bodensee wolle die CDU nicht mit Gewalt durch drücken, ein Pilotprojekt könne unterstützt werden. Es dürfe kein Keil zwischen Bio- und Konventionelle Landwirte getrieben werden, beide müssten mehr als 2000 Vorschriften beachten und einhalten.

Eine deutlich bessere Information über die Landwirtschaft in den Schulbüchern wünschte sich ein anwesender Landwirt in der Diskussionsrunde. Es gebe bereits eine Initiative im Kulturministerium, in den Schulen wieder mehr das Thema Ernährung und Lebensmittel zu behandeln, entgegnete Burger. Die CDU müsse sich deutlich mehr von der Landwirtschaftspolitik der Grünen abgrenzen, forderte ein anderer Landwirt. Dies geschehe bereits, so lehne die CDU einen übertriebenen Tierschutz ab, bei der Tierhaltung solle das Tierwohl im Vordergrund stehen und auf eine Festlegung von Zahlen zur Massentierhaltung verzichtet werden. Ferner setze sich die CDU dafür ein, das Landwirte für die Freihaltung von Gewässerrandstreifen Öko-Punkte erhalten, so Burger.

aktualisiert von Susanne Schwaderer, 26.01.2019, 22:08 Uhr
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