Presse
12.03.2019, 20:30 Uhr | SÜDKURIER | Jörg Büsche
Ärger über das Ergebnis des Bürgerentscheids motiviert die Kandidaten der CDU

Bei der Nominierungsversammlung des CDU-Stadtverbandes im Zunfthaus Obertor wurden die Kandidaten für den Gemeinderat und die beiden Ortschafträte gewählt.
Die Kandidaten des CDU-Stadtverbands für die Gemeinderats- und unechte Teilortswahl in Markdorf am 26. Mai nach ihrer Nominierung. 17 kandidieren für die Kernstadt, drei für Ittendorf und vier für Riedheim. | Bild: Jörg Büsche
Der CDU-Stadtverband hat seine Kandidaten für die Gemeinderatswahl am 26. Mai gewählt. Für den Gemeinderat kandidieren 17 Personen aus der Kernstadt, drei aus Ittendorf und vier aus Riedheim. Darüber hinaus nominierten die Vertreter aus den beiden Teilorten auch ihre Kandidaten für die Ortschaftsratswahlen. „In Riedheim, in Ittendorf, aber auch in Markdorf“, so betonte die Vorsitzende Susanne Schwaderer, „sind wir ganz hervorragend aufgestellt.“
 
Vorstellungen, Abstimmungen und die dazu gehörigen Formalien trieb die Versammlungsleiterin mit großer Energie voran. In Anbetracht der langen Listen solle der Abend nicht ewig dauern, so die Vorgabe Schwaderers.

Jedem Kandidaten gewährte sie aber genug Zeit, über die eigene Motivation zu sprechen, ebenso über seine kommunalpolitischen Ziele oder den Familienstand und die Hobbys. Eine Tendenz, die sich insbesondere in den
Teilorten zeigte: Die Kandidaten kennen sich. Sie kennen sich aus dem Sport- und Musikverein und aus der Feuerwehr. Verbindungen gibt es auch am Arbeitsplatz. Die Namen einiger Unternehmen fielen öfter. Und manche Verbindung bestand sogar mehrfach, wenn sich die Kandidaten gleich in mehreren Vereinen engagierten.
 
Welche Rolle solche Querbeziehungen beim Gewinnen neuer Kandidaten für die nächste Kommunalwahl gespielt hat, das ließ sich lediglich erahnen. Eines indes tauchte immer wieder als entscheidender Beweggrund für den Entschluss zur Kandidatur auf: „Wie das mit dem Bischofsschloss gelaufen ist“, so hat es Alexander Keller formuliert. Der 29-jährige Wirtschaftsingenieur aus Ittendorf kandidiert für den dortigen Ortschaftsrat. Der Unmut über das Resultat des Bürgerentscheids zum Bischofsschloss war für etliche Kanditaten maßgeblicher Anstoß, sich aufstellen zu lassen.

Andere betonten ihre Absicht, „die Stadt weiter zu entwickeln und mitzugestalten.“ So der neue Kernstadt-Kandidat Patrick Krebs – ganz ähnlich begründeten aber auch jene, ihre Kandidatur wieder, die bereits einen Ratssitz inne haben: Kerstin Mock, Martina Koners-Kannegießer, Erich Wild und Susanne Sträßle.
 
Dringende Probleme müssen gelöst werden

Die dringendsten Themen für die nächsten Jahre wurden in der Runde dann auch skiziert. „Im Bereich Pflegeheim sind wir längst nicht so gut aufgestellt, wie wir sollten“, erklärte die Fraktionsvorsitzende Susanne Sträßle. Eine vielleicht noch größere Herausforderung seien Bischofsschloss und Rathaus-Areal, wo es einer baldigen Lösung bedürfe. „Wir dürfen nicht vergessen, dass ja immerhin 50 Prozent für den Umzug des Rathauses ins Schloss gestimmt haben – das bleibt also eine Alternative“, erklärte Sträßle. Ebenfalls auf der CDU-Agenda stehen die Erschließung der Eisenbahnstraße, eine Bahn-Unterführung für Fußgänger und Radler sowie neue Wohnquartiere im Klosteröschle und auf den Siechenwiesen.

Die Kandidaten

Gemeinderat: Thomas Beck, Markus Bergmann, Thomas Bergmann, Gerhard Eberl, Peter Freyas, Gerhard Klank, Martina KonersKannegießer, Patrick Krebs, Markus Maier, Kerstin Mock, Susanne Schwaderer, Ulrike Specker, Susanne Sträßle, Alfons Viellieber, Erich Wild, Katrin Willamowski, Markus Ziegler (alle Markorf), Karl-Heinz Alber, Ursula Hutter-Koenen, Simon Pfluger (alle Ittendorf) sowie Lennert Bock, Bernd Brielmayer, Ralf Eichenhofer, Tobias Kreidler (alle Riedheim).

Ortschaftsrat Riedheim: Lennert Bock, Bernd Brielmayer, Ralf Eichenhofer, Torben Felder, Sabrina Heiß, Monika Hoffmann, Christian
Keßler, Andreas Knödler, Tobias Kreidler, Dietmar Künzig, Ingo Mutter, Dominik von Bank.

Ortschaftsrat Ittendorf: Karl-Heinz Alber, Dominik Geßler, Ursula Koenen-Hutter, Alexander Keller, Simon Pfluger, Oliver Seifried,
Franz-Josef Sprißlerm und Guido Wingens.
Zusatzinformationen
aktualisiert von Susanne Schwaderer, 12.03.2019, 21:33 Uhr
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