Presse
25.09.2018, 11:26 Uhr | SÜDKURIER | Jörg Büsche
Viel Luft nach oben beim Klimawandel: Chancen und Herausforderungen der Energiewende im Kreis
Landrat Lothar Wölfle hat einen Vortrag zu Chancen und Herausforderungen der Energiewende im Kreis gehalten.
Landrat Lothar Wölfle hat am Montagabend in der Markdorfer Krone zum Thema Energiewende gesprochen. Eingeladen hatte der CDU-Stadtverband Markdorf, der von Wölfle, der auch Vorsitzender der Verbandsversammlung der Oberschwäbischen Elektrizitätswerke (OEW) ist, einen Überblick bekommen wollte: über die mit der Energiewende verbundenen "Chancen und Risiken für unsere Region" – so lautete der Untertitel des Abends in der Reihe der CDU-Stadtgespräche. Nur elf Besucher kamen.

"Ein Experte in Energiefragen bin ich allerdings nicht", räumte der studierte Jurist Wölfle gleich zu Beginn ein. Doch sollte sich rasch zeigen, dass sich der Landrat im Themenfeld Energiewende bestens auskennt. Der Bodenseekreis hat vor drei Jahren in Zusammenarbeit mit der Energieagentur Ravensburg/Bodenseekreis ein eigenes Klimaschutzkonzept entwickelt. Ziel war es nicht zuletzt, einen Beitrag zur Energiewende zu leisten.

Erst analysieren, dann handeln

Vor allem Handeln stehe jedoch eine gründliche Analyse, sagte der Landrat. Und die habe den Kreis "wie viele unserer Gemeinden auch" bewogen, am European Energy Award teilzunehmen. Von Gemeinderätin Susanne Sträßle erfuhr Wölfle, dass der Markdorfer Gemeinderat sich bislang noch nicht zu diesem Schritt durchgerungen hat. Wirklich zufrieden zeigte sich der Landrat nicht mit dem bisher im Kreis Erreichten. Auf dem Stand von 2012 decke der Bodenseekreis 8,8 Prozent seines Stromverbrauchs durch erneuerbare Energie ab. Bei der Wärmebereitstellung seinen es 12,6 Prozent.

Im Kreis gebe es gute Ansätze. So berichtete der Landrat von einem Metallhärtungsunternehmen in Uhldingen, dessen Abwärme in die Nahwärmeversorgung eingespeist werden soll. Gut stehe der Kreis auch in puncto E-Kraftfahrzeuge da. "Wir haben die größte Dichte an Ladestationen für E-Autos in ganz Baden-Württemberg", erklärte Wölfle mit Verweis auf die Ladesäule beim Markdorfer Bahnhof. Sehr zufrieden klang Wölfle auch mit der Strom- und Wassereinsparung im Landratsamt. Hier werden die Anstrengungen von den neuen Junior-Klimaschutz-Managern unterstützt, die eigens für diese Dinge sensibilisierten Auszubildenden der Kreisverwaltung.
 

Zwei gescheiterte Projekte

Zwei Projekte seien jedoch gescheitert, bedauerte der Landrat. Weder haben sich die auf Kreisgebiet vorhandenen Wehre zur Energiegewinnung durch Wasserkraft reaktivieren lassen. Noch sei von der Energiegewinnung durch Biomasse viel zu erwarten. Windkraft falle gleichermaßen aus. So bleibt, weiterhin auf Energieeffizienz zu setzen. Ein Bereich, den der Landrat auch allen Häuslebauern anempfiehlt. Der Kreis statte seine Dächer mit Fotovoltaikanlagen aus. Nun auch auf dem Markdorfer Bildungszentrum, erklärte Lothar Wölfle.

aktualisiert von Susanne Schwaderer, 03.10.2018, 11:28 Uhr
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