Presse
16.11.2017, 23:40 Uhr | SÜDKURIER | Jan Manuel Heß
Markdorfer CDU-Ortsverband will mehr mitreden
Der CDU-Ortsverband Markdorf will verstärkt in der Stadt mitreden, wie Vorsitzende Susanne Schwaderer bei der Hauptversammlung erklärte. Im Februar plant der Ortsverband ein nächstes Stadtgespräch, das sich um die Innenstadtentwicklung drehen wird.
Die CDU Markdorf möchte positiv in die Zukunft schauen, sich verstärkt in den städtischen Debatten engagieren und auch selbst interessante Diskussionsangebote schaffen. Dies erklärte Vorsitzende Susanne Schwaderer bei der Hauptversammlung des CDU-Stadtverbands in Ittendorf zu den vorrangigen Zielen. Besonders die Stadtgespräche hatten viel Zuspruch erfahren, sodass man auch im kommenden Jahr an diesem Konzept der Bürgerbeteiligung festhalten werde. "Das nächste Stadtgespräch ist für Mitte Februar geplant und soll die zukünftige Innenstadtentwicklung zum Thema haben", erklärte Schwaderer. Die Schwerpunkte sollen dabei auf der kürzlich im Gemeinderat beschlossenen "blauen Zone" sowie dem Rathausareal liegen.

Kritik kam aus den eigenen Reihen, dass der Ortsverband sich zu wenig engagiere. Diese Kritik nahm Schwaderer unumwunden an: "Ich bin mir dessen bewusst und nehme mir das zu Herzen." Sie ergänzte jedoch, ein Verband sei "immer so lebendig wie die Aktivität aller Mitglieder". Damit forderte sie alle 69 Mitglieder des Ortsverbands – rund ein Drittel war an diesem Abend anwesend – auf, zu den Veranstaltungen und Terminen zu kommen und den Verband zu unterstützen.

Susanne Schwaderer kritisierte die Entscheidung, dass auf Initiative von Freien Wählern und Umweltgruppe künftig politische Parteien nicht mehr zur Vereinsvorstellung beim Neubürgertreff eingeladen werden. "Ich verstehe diese Einstellung nicht und weder von den Freien Wählern noch von der Umweltgruppe gab es eine nachvollziehbare Erklärung dafür", sagte Schwaderer.

Ein großes Lob ging an Ingo Mutter, der bereits kurz nach der Bundestagswahl ein plakatfreies Riedheim vermelden konnte. Gemeinderätin Susanne Sträßle berichtete über die Arbeit der CDU-Fraktion im Gemeinderat. "Den Antrag zur Abschaffung der unechten Teilortswahl haben wir von der CDU nicht unterstützt", erklärte Sträßle. Dieser Anstoß müsse aus den Teilorten selbst kommen. Nun gelte es zunächst, die Stellungnahmen aus den Ortschaftsräten abzuwarten.

Bürgermeister Georg Riedmann berichtete von der Kreistagssitzung, bei der die neue Vereinbarung zur Kostenstruktur des Bildungszentrums Markdorf verabschiedet worden war. Er hob die neue Rolle der Stadt hervor: "40 Jahre haben wir von der Werkrealschule profitiert, jetzt ist die Zeit reif, mehr Verantwortung zu übernehmen." Kritisch bewertete er das Resultat aus den Einwohnerversammlungen. Hier wünschte er sich deutlich mehr Einsatz vonseiten der Bürger. Lediglich zwei Fragen seien zum Bischofsschloss gestellt worden, was ihn schon enttäuscht habe: "Ich hätte mich gerne streitbar und intensiv mit den Bürgern auseinandergesetzt."

Der neue CDU-Kreisvorsitzende Volker Mayer-Lay aus Überlingen setzte die Konsequenzen in den Mittelpunkt, die nach seiner Meinung aus der Bundestagswahl zu ziehen sind. "Ohne einen Rechtsruck auszulösen, müssen wir unser konservatives Profil schärfen und uns bei den eigenen Ansprüchen breiter aufstellen." Außerdem gestand er ein, dass man unter anderem das Thema Alleinerziehende zu stark vernachlässigt habe und so diese Wähler nicht von sich habe überzeugen können. Aus diesem Grund werde es im Frühjahr einen Inhaltsparteitag im Kreis geben, bei dem es ausschließlich um die inhaltliche Auseinandersetzung gehen werd. "Keine Lobreden, keine ellenlangen Ehrungen, sondern nur Debatten und auch – wenn es sein muss – streitbare Diskussionen."

Den Abschluss machte eine offene Gesprächsrunde mit dem Bundestagsabgeordneten Lothar Riebsamen. Kritik wurde unter anderem an der CSU sowie an der Präsentation der CDU während des Wahlkampfs geäußert. Diskutiert wurden eine Amtszeitbegrenzung der Mandatsträger und eine mögliche Reduzierung der Abgeordneten im Bundestag.

 


 

aktualisiert von Susanne Schwaderer, 18.11.2017, 23:44 Uhr
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