Gordischer Knoten in Markdorf

Pressemitteilung der CDU Markdorf

24.06.2019 | CDU Markdorf | Susanne Schwaderer

In einem waren sich die Mitglieder des CDU-Stadtverbandes Markdorf einig: die Lösung der Markdorfer Verkehrsprobleme gleiche einem gordischen Knoten. Jahrelang habe man engagiert für die Südumfahrung Markdorf in Verbindung mit den Umfahrungen Bermatingen und Salem gekämpft, fasst die Vorsitzende Susanne Schwaderer zusammen.

„Nun kommt plötzlich das Geld vom Land für die baureife Markdorfer Umfahrung – doch die Frage stellt sich, ist das Kosten-Nutzen-Verhältnis noch stimmig und passt in die heutige Zeit?“ Fraglos müsse bald eine Lösung für den drohenden Verkehrskollaps in der Stadt her, sonst laufe Markdorf demnächst Stuttgart den Rang der „Landes-Stau-Stadt“ ab. Ein Kollaps, der zum einen durch einen sehr hohen Anteil an Quell-Ziel-Verkehr hausgemacht ist, zum anderen durch Schleichverkehr ins und ums Bodenseehinterland entsteht. Doch müssten auch die Rahmenbedingungen für die Christdemokraten passen. Dazu zähle besagtes, vernünftiges Kosten-Nutzen-Verhältnis ebenso wie ein aufeinander abgestimmtes Verkehrskonzept in der gesamten Raumschaft. Besonders die fehlenden Anschlüsse der Markdorfer Südumfahrung Richtung Bermatingen und Kluftern, aber auch die noch völlig unklare Linienführung der B31 neu zwischen Immenstaad und Friedrichshafen sorgen die örtliche CDU.

Unstrittig sei hingegen, dass die Entscheidung, ob die Südumfahrung tatsächlich wie vor vielen Jahren geplant, nun auch gebaut werde, beim Kreistag liege, erläuterte Kreisrat und Bürgermeister Georg Riedmann. Schließlich sei die Verbindung als Kreisstraße geplant und damit in der Bauherrschaft des Landkreises. Zudem verweist er auf einen entsprechenden Vertrag, der die finanzielle Beteiligung zwischen Stadt und Landkreis verbindlich regelt und noch von seinem Amtsvorgänger Gerber unterzeichnet wurde. Wie also im Kreistag, vor dem Hintergrund der drastisch angestiegenen Kosten für die Südumfahrung Markdorf und der anderen geänderten Rahmenbedingungen, heute die Entscheidung ausfalle, könne er noch nicht abschätzen, so Riedmann. Der nie einen Hehl daraus gemacht hat, dass er die Südumfahrung Markdorf ohne eine konkrete Hoffnung auf die Umfahrung Bermatingen für einen Torso hält.

Während der Bau der Südumfahrung eine sehr vielschichtige und keineswegs einfache Entscheidung ist, sind sich die CDU-Mitglieder in Sachen B31 neu einig: „Wir sind ganz klar dafür, dass es zum baldigen Lückenschluss zwischen Immenstaad und Friedrichshafen kommen muss“, stellt Susanne Schwaderer klar. „Aber genauso klar ist für uns auch, dass die Umfahrung der Seegemeinden Hagnau und Immenstaad nicht nahezu vollständig auf Markdorfer Kosten gehen darf!“ Flankiert wird sie von Ortschaftsrat Simon Pfluger: „Die Variante C1.1., die die Seegemeinden Hagnau und Immenstaad favorisieren, würde zu 78% auf Ittendorfer Gemarkung verlaufen. Das darf nicht sein!“ Man sei in Markdorf durchaus solidarisch und habe Verständnis, dass auch eigene Flächen für eine solche Straße herangezogen werden müssten, aber nicht nach dem Motto „eine für alle“, bekräftigen die Christdemokraten in ihrer Mitgliederversammlung.

Um ein abgestimmtes Verkehrskonzept für die ganze Region zu bekommen, plädieren die Politiker außerdem dafür, zunächst die genaue Linienführung der B31 neu abzuwarten. Wenn man wisse, wo sie verlaufen solle und ob die Bundesstraße drei- oder vierspurig ausgebaut werden solle, könne man weitere Rückschlüsse auf eine Südumfahrung von Markdorf schließen.
 
 
aktualisiert von Susanne Schwaderer, 24.06.2019, 16:16 Uhr